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Die Geschichte hinter der Musik
Seine Lieder sind so schön wie Märchen - romantisch und genau das Richtige für Verliebte.

Cat Stevens

Der Träumer mit den eisernen Muskeln

Diese Art von Gymnastik geht ganz schön in die Arme ! Cat Stevens trainiert so fast jeden Morgen eine halbe Stunde. "Das lenkt mich von meinen Sorgen ab und hält mich für anstrengende Tourneen fit", begründet er seinen ungewöhnlichen Sportgeist.

Er ist scheu wie ein Reh. Wenn er einen Fotografen nur schon in der Ferne sieht, gibt er Fersengeld. "Bitte keine Platten von mir, spielt was anderes", fleht er regelmäßig Diskothekenbesitzer an, wenn er mal schnell auf einen Drink reinschaut. Er will nicht erkannt werden. Es ist ihm einfach peinlich, wenn er von allen angestarrt wird. Überhaupt, den ganzen Starrummel kann Cat Stevens nicht ausstehen. Am liebsten sitzt er irgendwo ganz allein. "Dann kann ich träumen, nachdenken, neue Lieder schreiben oder nur für mich allein singen !"
Cat Stevens, der verträumte Märchenerzähler der Pop-Szene mit der schönen Stimme, ist fast schon ein Sonderling. "Ich denke mit Entsetzen an den ganzen Aufwand, der mit meiner neuen LP >>Izitso<< verbunden ist. Schrecklich ! Ich sehe mich schon wieder von einem Empfang zum anderen hetzen..."
Was anderen Spaß macht, das Jet-set-Leben in vollen Zügen zu genießen, ist ihm ein Greuel. Der Pop-Poet liebt´s eben sehr ruhig. Sein Privatleben ist streng abgeschirmt. Nur ab und zu dringt etwas über sein Intimleben an die Öffentlichkeit. Wie damals, als ihm die Schauspielerin Patti D´Arbanville wegen Mick Jagger einen Korb gab. Ihr widmete er dennoch einen Super-Hit: "Lady D´Arbanville". "Ich habe eben kein Glück mit Frauen", meint Cat achselzuckend. Ob ihm das etwas ausmacht ? Man sieht´s ihm jedenfalls nicht an. Er verkriecht sich höchstens noch mehr. "Bestes Ablenkungsmanöver", gibt der Träumer lächelnd zu, "ist wohl für mich Sport. Dann drehe ich frühmorgens meine Runden durch den nahen Wald, trainiere mit Hanteln und mache anschließend noch eine gute halbe Stunde Gymnastik. Das lenkt nicht nur ab, das hält mich auch fit." Keine schlechte Idee. "Ich baue jedenfalls vor. Wahrscheinlich komme ich bald nach Deutschland auf Tournee. Und dafür brauche ich Kondition, damit ich die anstrengenden Abende überstehe...".

Text und Fotos aus der Zeitschrift "Freizeit Magazin", vom Juni 1977
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