Obwohl
auch dieses Album, so wie "Foreigner", etwas aus dem Rahmen der typischen
Stevens-LP´s fällt, sollte es doch als die anspruchsvollste Scheibe
aller seiner offiziell veröffentlichten Platten betrachtet werden. Unter
anderem deshalb, weil es nicht nur einfach neun tolle Songs sind, die man
darauf findet, sondern weil, abgesehen von "Banapple" Gas und "Land o´ Freelove
and Goodbye" alle Songs dieser LP nur eine Geschichte erzählen !
Nämlich
die eines weit entfernten Planeten "Polygor", auf dem neun Fabelwesen
wohnen. Sie haben die Aufgabe, allen Dingen des Universums bestimmte Zahlen
zu zuordnen (deshalb der LP-Titel "Numbers"). Ein entsprechendes
Begleitheft zu dieser Geschichte mit tollen Zeichnungen, die Cat Stevens geschaffen
hat sowie allen Songtexten, liegt dieser LP bei. "Banapple Gas" vermittelt
dem Hörer
etwas von der heiteren Lebensfreude Cat Stevens´, die einfach ansteckend
wirkt, obwohl dies nur eine von mehreren Eigenschaften von ihm ist. Und "Land
o´
Freelove and Goodbye" fällt wieder in die Reihe der unheimlich romantischen,
poetischen Stücke des Sängers, gleichsam meisterhaft passend interpretiert,
als hätte es nie einen anderen Cat Stevens gegeben. Diesem Song merkt
man auch an, dass Stevens es meisterhaft verstand, Zwischenmusik so zu spielen,
als wäre es eine gesungene Strophe, zu der man sich den Text selbst denken
kann. "Whistlestar", ein Instrumentalstück, steht zu Recht
an erster Stelle von "Numbers".
Da es beim Hörer keine größeren Emotionen weckt, weil es eine
gewisse Heiterkeit vermittelt und gleichzeitig wohl darauf hinweisen soll, den
Kerngedanken von "Numbers" auch heiter aufzufassen. Außerdem
stellt es, am Anfang der LP stehend und vom Eindruck her, eine gelungene Einleitung
zum Rest von "Numbers" dar.
Auch "Numbers" wurde meiner Meinung nach viel zu oft und unberechtigt negativ kritisiert.
Sie ist und bleibt eine seiner besten LP´s.
Cat Stevens hat mit Numbers eindeutig versucht, an seine früheren Tage anzuknüpfen.
Aber anscheinend hat das keiner gemerkt...
Diese LP war übrigens meine allererste Platte von Cat Stevens. Und seither bin ich Cat Stevens-Fan.
