"Izitso",
die vorletzte der offiziellen Stevens-Platten, hat, genau wie "Back to Earth",
im Nachhinein mit etwas Abstand betrachtet, symbolischen Charakter auf das weitere
Leben des Cat Stevens, was man aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
natürlich
nicht wissen konnte. Sich innerlich dessen bewusst, dass bald Schluss mit der
Musik sein wird, hat Cat Stevens fast sein ganzes vorheriges Leben auf dieser
Platte offenbart, und sicher bewusst fast nur die negativen Dinge erwähnt,
quasi als vorauseilende Rechtfertigung gegenüber seinen Fans für
in Kürze folgende, unerwartete Konsequenzen. In "Killin´ Time",
in dem er über
die Oberflächlichkeit vieler Menschen näselt, erkennt man den rebellierenden
Cat Stevens der frühen 70er Jahre wieder. Mit "(I never wanted) To be a
Star" will er uns erzählen,
dass er sich nie richtig wohlgefühlt hat als Popstar und im Nachhinein seine
Karriere sogar zu bereuen scheint. Mit "Kypros" und "Was Dog a Doughnut?" findet
man wieder zwei hervorragend arrangierte Instrumentalstücke auf "Izitso",
die ahnen lassen, dass sein ohnehin großes Talent immer weiter zu wachsen
scheint. Und mit "Child for a Day" (das übrigens sein Bruder David Gordon komponiert
hat) will er uns sicher über
seine einsame, aber hoffnungsvolle Kindheit aufklären. Auch lernt man
hier, dass man mit zunehmenden Alter reifer wird und auch solche Dinge als
Vergangenheit lockerer sehen kann. Wohl weil in "Life", "Crazy" und "Sweet
Jamaica" nur seine subjektive Meinung zu verschiedenen Dingen zu erkennen sind,
gehören
sie nicht zu seinen Evergreens, obwohl sie auch Stevens-typisch meisterhaft
passend interpretiert sind.
