"Ja, wieder der alte Cat Stevens...", werden viele nach dem Hören
dieser LP, die nach "Foreigner" kam, ausgerufen haben. In der Tat.
Nachdem er uns mit "Foreigner" ein wenig verblüfft hat, reiht
sich "Cat
Stevens´ Buddha and the Chocolate Box" wieder in die Reihe der "typischen"
Stevens-Alben ein. Mit dem lauten Gesang, um nicht zu sagen, dem Geschrei
von "Music", dem ersten Song dieser LP, wollte Cat wohl seiner Liebe zur Musik
kräftigen
Nachdruck verleihen. "Oh very young", ein erneuter Stevens-Klassiker, soll wohl
ein hintergründiges Selbstportrait darstellen (mit 17 schrieb Cat seinen
ersten Hit). Etwas eingebildet, wenn nicht sogar arrogant muss "Sun / C 79"
beim ersten Hören wirken. Weiß man Cat Stevens aber einigermaßen einzuschätzen,
so gibt es keinen Zweifel, dass hier nur Stolz und Lebensfreude zum Ausdruck
kommen. Von ähnlich heiterem Hintergrund "Ghost Town" und "Home in the
Sky", wohingegen bei "A bad Penny" Frust, gefolgt von Rebellion über
erlebtes rüber kommen.
Herrlich romantisch und Stevens-typisch melancholisch dann wieder "King of Trees"
und "Jesus". Weil "Ready" eher weniger einen typischen Stevens-Song darstellt,
steht es neben den anderen genannten etwas im Abseits auf dieser LP, ist jedoch,
wie alle anderen, perfekt interpretiert. Vielleicht wollte uns der (damalige)
Außenseiter
mit "Ready" sagen, dass auch er Gefühle besitzt und bereit zum
Lieben ist... klingt jedenfalls so...
