Dass
Cat Stevens eine eben solche Popularität geniesst,
vielleicht mehr als heute James Taylor, das mag keiner mehr bezweifeln. Doch das
wesentliche an den beiden Karrieren ist, dass sie aus der gleichen Isolation heraus
ihre Lieder gemacht haben: Lieder, die sanft zur Gitarre vorgetragen und nur durch
eine leise verinnerlichte Stimme nach aussen dringen. Die Grundlage, obwohl bei
beiden verschieden, so zum
Beispiel bei Cat Stevens eine
offene tbc, die ihn fast zwei
Jahre an ein Sanatorium
fesselte und bei James Taylor eine Abhängigkeit durch hard Drugs, die er
selbst überwand, indem er eine Klinik aufsuchte,
kennzeichnen die gleiche Basis des ungewollten Abgeschlossenseins. Beide haben
aus dieser körperlichen Situation ihre Erfahrungen gezogen
und artikuliert, dass sie im Lied verständlich wurden.
Der heute 23 jährige und mit der Erfahrung eines 30 jährigen versehene
Cat Stevens ist ein wahres Kind des 20. Jahrhunderts. Mit 18 wurde er, wie es
so schön heisst, "entdeckt".
Doch die gewaltige Maschinerie dieser Gesellschaft erdrückte den 18 jährigen
vollkommen. Er spielte mit dem Gedanken, Schluss zu machen. Dieser Entschluss
wurde ihm abgenommen, als der Arzt dem damals 20 jährigen eine offene TBC
diagnostizierte. Cat Stevens begab sich in ein Sanatorium. Dieser 2 jährige
Aufenthalt erwies sich, so traurig die Umstände auch waren, als die produktivsten
seiner bisherigen Laufbahn. Auf der LP "Mona Bone Jakon" sind die bewussten
zwei Jahre songmäßig verarbeitet worden. In diesen Liedern versucht
er den Kontakt zur Umwelt wieder herzustellen, der ihm die ganze Zeit versagt
blieb. Diese LP legt Zeugnis vom heimgekehrten Sohn ab, der mit einem neuen Bewusstsein
auch neue Freunde in der ganzen Welt gewann.
Heute weiss er, dass ihm die damalige Eskalation geholfen hat, sich selbst zu
überwinden. "Sie deckte sich in gewisser Weise mit dem abgesonderten
Starrummel, der damals mit mir betrieben wurde. Doch diesmal hatte ich die Möglichkeit,
vorausgesetzt ich wollte einen neuen Anfang machen, mir über die Konsequenzen
klar zu werden".
Cat Stevens ist ehrlich in seinem Wesen und in seinen Texten. "Was nützt
es, wenn ich meinen Zuhörern etwas von besseren Idealen vorfaselte, die für
mich selbst nicht existieren". Cat Stevens hat für sich die Schlüsse
gezogen, seine Rolle zu spielen und vor allem glaubhaft für andere zu präsentieren.
