Stichwort- oder Themen-Suche in 232 verschiedenen Online-Seiten dieser Website: 
Die Geschichte hinter der Musik
Stellungnahme von Yusuf Islam zu seinem USA-Einreiseverbot

Wie ja viele von Euch wissen, wurde Yusuf Islam am 21.09.2004 aus bisher ungeklärten Gründen die Einreise in die USA verweigert. Das Flugzeug, in dem er sich befand, wurde kurz vor Washington auf einen Flugplatz von Bangor umgeleitet. Nach intensiver Befragung und Trennung von seiner Tochter wurde er mit dem nächstmöglichen Flugzeug nach London "abgeschoben" ! - Eine unbegreifliche Frechheit, die sich die USA da erlaubt haben !
Lest hier Yusuf Islam´s persönliche Stellungnahme zu diesen Vorkommnissen:

"Zuerst möchte ich Gott danken, dass er mich befreit hat und dass er mich sicher wieder heimgebracht hat. Auch Dank an alle, die für mich gebetet haben, die mich während dieser dunkle Episode unterstützt haben, angefangen von Politikern, der Presse, religiösen Führern bis zu einfachen, normalen Leuten.

Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in einem „Land der Freiheit“ passieren könnte, doch leider war es so. Aber es erwärmt mich, weil ich weiß, dass mir auch eine Welle von Sympathie von meinen Freunden und auf der ganzen Welt Wohlgesinnten gegenüber steht.

Nach dem Erlebnis meiner dramatischen Deportation aus den U.S.A. fühle ich mich, als ob ich auf einem völlig anderen Planeten war, als auf dem vor ein paar Tagen; ganz sicher hat sich die Welt verändert, aber nicht zum besten. 2 Tage zuvor hatte ich meine Reise nach Nashville mit meiner Tochter begonnen. Wir hatten vor, ein neues Plattenprojekt zu starten. Plötzlich wurde unser Flugzeug 600 Meilen zum Bangor International Airport umgeleitet, und ich fand mich plötzlich von 6 uniformierten Polizisten umringt und wurde ans FBI übergeben, die mich befragten.

Was mich am allermeisten aufregte war, dass ich von meiner Tochter Maymanah getrennt wurde und ich nicht wusste, wie es ihr erging und wann und ob wir uns wieder sehen würden. Und da mein Telefon konfisziert wurde, konnte ich auch meine Familie nicht kontaktieren und sie konnten mich nicht anrufen. Sie waren verdammt dazu, das Ganze aus dem TV zu verfolgen und waren auf die Informationen aus dem Fernsehen angewiesen.

Die Leute, die mich verhörten, wollten wiederholt wissen, wie man meinen Namen schreibt. Für mich hörte sich das so an, als ob sie mich mit jemand anderem verwechseln würden. Sicherheitsbeamte sagten mir dann endlich, dass mein Name auf einer "NO FLIGHT LISTE" stehe, ich wurde als UNZULÄSSIG klassifiziert und nach London zurück geschickt.

Das Erstaunliche daran ist, dass ich keine Erklärung bekam und noch immer nicht habe, weswegen ich beschuldigt werde oder warum ich nun ein Sicherheitsrisiko darstelle und dass mir keine Möglichkeit gegeben wird, dazu Stellung zu nehmen zu diesen Behauptungen. Es wurde mir nur schlicht mitgeteilt, diese Anweisung käme von "ganz oben".

Wir werden nun einen legalen Prozess anstreben, um herauszufinden, worum genau es hier eigentlich geht und wir werden alle nötigen Schritte vornehmen, um diese sehr ernste, völlig aus der Luft gegriffene Ungerechtigkeit, die ich erleiden musste, aus der Welt zu schaffen.

Ich bin ein Mann des Friedens und ich verurteile jegliche Form des Terrorismus und des Unrechts; es ist einfach empörend für die U.S. Behörden, etwas anderes zu behaupten. Ich habe mein Leben dem Frieden gewidmet, dem Frieden und dem Verständnis auf der ganzen Welt. Es würde meine humanitären Organisationen wie Small Kindness zerstören, die unzähligen Kindern und Familien hilft und von den Vereinten Nationen anerkannt ist, die ganze Arbeit würde unterminiert werden durch dieses Ereignis.

Was diese ganze Situation noch mehr unverständlich macht, ist die Tatsache, dass ich nicht mehr in die USA einreisen kann, ein Teil von Gottes Erdboden, den ich nicht mehr betreten kann, den ich liebe und deren Menschen immer große Freunde für mich waren.

Aber, trotz allem, ich könnte mir nichts besseres vorstellen, als weiterzumachen mit dem, von dem ich glaube, dass es eine überaus wichtige Aufgabe ist, nämlich für die Bedürftigen zu sorgen und immer wieder für den Frieden zu werben und für Stabilität in dieser immer brutaler werdenden Welt, und gleichzeitig zu versuchen, meinen Namen wieder zu reinigen von dieser erschreckenden und grundlosen Anschuldigung.
In der Zwischenzeit bin ich zuversichtlich, dass am Ende die Vernunft und über allem die Gerechtigkeit die Oberhand gewinnen wird."

Yusuf Islam, 24.09.2004

. :  © 29.09.1999 — 06.02.2012, Layout- und Content-Design: Harry Schmieder, Global-Design.at e.U.    ¦   W3C HTML 4.01    ¦   W3C CSS    ¦   W3C tabellenfrei    ¦   nach oben   : .