Dezember 2000
Friede sei mit Euch, Brüder und Schwestern
Der Anbruch des neuen Jahres gibt mir ein massiv dankbares Gefühl - so dankbar hier zu sein. Wieviel haben wir gegeben in unserem Leben und noch immer betrachten wir es als selbstverständlich. Ich bete einfach, damit es möglich sein möge, meine Erkenntlichkeit zu Gott, dem Allergütigsten, schnellstmöglich auszuweiten und versuche, sein Angedenken in meinem Herzen und meinen Taten zu bewahren.
Das letzte Jahr war voll von unglaublichen Gaben. Die Freude, die ich empfand,
mal wieder zu meinen alten und neuen Freunden zu sprechen, über Interviews,
TV und über das Internet, haben wirklich meine Stimmung gehoben. Es ist schwer
zu beschreiben, das Gefühl der Freude, einige Bemerkungen zu lesen, die meine
Freunde geschrieben haben, seit ich wieder im Gespräch bin.
Die unbeschreibliche Erfahrung ist wirklich kraftvoll und universell. Wenn wieder
ein Freund gewonnen wird, kürzlich gekommen mich zu besuchen auf einem meiner
Meetings, und dann den Islam sozusagen umarmt, war es vermutlich so überwältigend
für ihn wie es für mich war.
Einst schrieb ich "Why can´t we live in Bliss ?" ("Warum
können wir nicht in Glückseligkeit leben ?") und ich erwarte immer
noch die Antwort. Zu viele haben die falsche Richtung eingeschlagen und haben
die unglaublichen Gelegenheiten des Lebens ignoriert. Wenn meine Songs und Worte
etwas bedeuten mögen, hoffe ich, dass sie den Optimismus repräsentieren,
den ich noch fühle: Die Ahnung, die das Morgen und das Jenseits noch geheim
halten...
Um dem gerecht zu werden, kann ich nur einen Vers aus dem Koran rezitieren, der
sagt alles:
"Und er gibt Euch von allem, nach dem ihr fragt, aber wenn wir die Gefälligkeiten von Gott zählen, niemals wird es möglich sein, diese zu zählen. Der ganzen Menschheit ist ihre Ungerechtigkeit und ihr Undank vergeben."
Sure Ibrahim (Kapitel Abrahams) 14, Vers 34
Ich wünsche Euch das Allerbeste von Leitung und Fröhlichkeit.
Salamu álaykum, Yusuf Islam
